Was ist Mukoviszidose?

Mukoviszidose ist eine angeborene Stoffwechselerkrankung, die zur fortschreitenden Funktionsstörung lebenswichtiger Organe führt. Durch einen Fehler im Erbgut bildet sich zähflüssiger Schleim in Bauchspeicheldrüse, Lunge, Leber, Darm und anderen Organen. Er verstopft diese zunehmend und schädigt deren Funktion.

Der Schleim in der Lunge bereitet den Patienten besondere Schwierigkeiten. Er ist idealer Nährboden für krankheitserregende Bakterien, die kaum aus der Lunge wieder entfernt werden können.

Bereits im Kindesalter quält chronischer Husten die Patienten. Durch die mangelnde Funktion der Bauchspeicheldrüse sind sie oft untergewichtig. Sie müssen lebenslang zahlreiche Medikamente einnehmen. Im Erwachsenenalter können Begleiterkrankungen wie Diabetes, Osteoporose, Nierenerkrankungen und Pilzinfektionen hinzukommen.

Die Lebenserwartung ist verkürzt. Bis heute ist Mukoviszidose nicht heilbar. Es besteht jedoch, mit Blick auf die Genforschung, die Hoffnung, dass Mukoviszidose eines Tages heilbar wird. Durch intensive Forschung ist die Lebenserwartung der Patienten gravierend gestiegen.

In Deutschland leben rund 8000 Menschen mit dieser Erkrankung.
In der Region Ulm leben rund 100 Mukoviszidosepatienten, deren intensive medizinische, psychologische und soziale Betreuung nur durch finanzielle Hilfe von außen möglich ist.



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